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Amsterdam
Historischer Jungbrunnen mit Suchtpotenzial

Amsterdam: Junge Stadt im altehrwürdigen Kleid

Sie ist die größte Stadt des Königreichs Niederlande und erfreut sich bei Reisenden enormer Beliebtheit: Amsterdam zählt rund 838.000 Einwohner und ist Jahr für Jahr für mehr als 15 Millionen Besucher der attraktive Anziehungspunkt. Hier hat die niederländische Königsfamilie ihren Sitz, hier gibt es eine Fülle von historischen Sehenswürdigkeiten, und hier schlägt das wirtschaftliche und kulturelle Herz der Stadt. Kenner behaupten, dass Amsterdam Jahr für Jahr jünger wird. Zum ersten Mal im Jahr 1275 erwähnt, zählt das einstige Fischerdorf heute zu den schönsten, lebendigsten und interessantesten Städten Europas. Es ist Amsterdam in der Nachkriegszeit trotz großer Zerstörung schnell gelungen, wieder zur einstigen weltoffenen und wichtigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stellung in Europa zurückzukehren.

Eine perfekte Kombination aus Pracht, Tradition und Moderne

Im 17. Jahrhundert galt Amsterdam als reichste Stadt der Welt. Von überall her kamen die Menschen in die Stadt, in der man frei und unbehelligt von den in Europa wütenden Glaubenskriegen leben konnte. Noch heute lässt sich der Reichtum an den vielen prächtigen Handelshäusern entlang der drei Hauptgrachten Heren-, Keizers- und Prinsengracht ablesen.

Es bedurfte einer architektonischen Meisterleistung, die Stadt auf Wasser und Sumpf auf Pfählen aufzubauen. Tatsächlich konnten nur mit Hilfe unzähliger Pfähle als Untergrund – bis zu 18 m tief durch den morastigen Boden in den festen Sand gerammt – Häuser und Straßen im Sumpfland gebaut werden. Insgesamt wurden vier große Kanäle in einem Halbkreis um den Stadtkern herum angelegt, die durch viele kleine Kanäle miteinander verbunden sind. Geprägt wird das Bild der Altstadt bis heute von den Grachten und den über 2.500 Hausbooten. Der Grachtengürtel wurde im Jahr 2010 von der UNESCO zum städtebaulichen und architektonischen Kunstwerk gekürt. Nur sehr wenige wohlhabende Bürger konnten es sich leisten am Grachtengürtel ein prächtiges Grachtenhaus zu erbauen und zu bewohnen. Und das ist auch heute noch so. Neben begüterten Privatleuten haben sich heute viele Betriebe (Banken, Versicherungen und Anwaltskanzleien) an den Grachten niedergelassen. Romantisch, traditionsreich, prächtig, weltgewandt, prosperierend und unglaublich angesagt: Das ist das moderne Amsterdam.

In der Stadt der 165 Grachten mit seinen 880.000 Fahrräder und 8863 historischen Gebäuden leben über 180 Nationalitäten nebeneinander. Von vielen ausländischen Andersdenkenden, die unter repressiver Politik im Herkunftsland litten, wurde/wird Amsterdam aufgrund der liberalen Politik als neue Heimat gewählt. Obschon Amsterdam eher zu den kleineren Hauptstädten in Europa zählt, kann sie in vieler Hinsicht gut mit den großen attraktiven Metropolen mithalten. Die vielen Sehens­würdigkeiten und Museen liegen auf so engem Raum, dass sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar sind. Diese Überschaubarkeit macht einen Teil des Reizes der Stadt aus. Cafés und Restaurants aller Nationalitäten und für alle Budgets laden an den Grachten zum Schlemmen und Verweilen ein.

Das Pulitzer Hotel mitten im Stadtzentrum von Amsterdam.

Ideal für alle, die es innovativ, jung und verrückt lieben

41 Prozent der Einwohner Amsterdams ist bis zu 35 Jahre alt. Diese außergewöhnliche Altersstruktur prägt die Stadt mit Ihrem Zeitgeist in vielen Bereichen: Dem Tourist erschließt sie sich als bunte Vielfalt hipper Cafés und Restaurants, zahlreicher avantgardistischer Modelabels, Vintageboutiquen im Trendviertel des Jordaan Viertel, bunter Märkte und interessanter Kleinkunstbühnen, während Business Klientel auf eine innovative internationale Start-Up Szene trifft, die in den zahlreichen Coworking Spaces und modernen neuen Bürotürmen um den Hafen herum ihre neuen Geschäftsideen umsetzt. Und wer weiß nicht um die unzähligen Coffeeshops der Stadt, in denen ‚Softdrugs‘ gekauft und konsumiert werden können – und hat nicht schon einen Spaziergang durch das berühmte Rotlichtviertel gemacht. Und das neue Hotel ‚The Hoxton‘ an der Herengracht ist so etwas wie der Inbegriff des jungen Amsterdams und besticht durch den Bohemian-Style.

Im Zuge umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen sind attraktive Orte für Business, Kultur und Freizeit entstanden. Das ehemalige Industrie- und Arbeiterviertel ‚Amsterdam Nord‘ ist heute bei Einheimischen und Reisenden als Ort der Kultur äußerst beliebt. Das futuristische Filmmuseum Eye ist eines der angesagten Sehenswürdigkeiten der Stadt und für jeden der Filme liebt einen Besuch wert. Vier Kinosäle, ein großer Raum für wechselnde Ausstellungen, die EYE-Shop, ein Restaurant mit Bar und die permanente Präsentation im Panorama heißen den Besucher am frühen Morgen bis zum späten Abend willkommen.

Auf dem ehemaligen Shellturm ist in der 21. Etage eine Aussichtsplattform entstanden, sie erlaubt einen 360-Grad-Blick auf die ganze Stadt. Hier können sich Wagemutige auf der höchsten Schaukel Europas in einer Höhe von fast 100 Metern, nur mit Sicherheitsgurten befestigt, frische Meeresluft um die Nase wehen lassen.

Quellen

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